Orientierungseinsatz (I. Einsatz) nach PflAPrV
Zielsetzung
- Eingewöhnung in die praktische Ausbildungsumgebung
- Kennenlernen der Einrichtung, Strukturen und Abläufe
- Heranführen an die Rolle der Pflegefachkraft
- Erste Beobachtung, Mitwirkung und Teilübernahme einfacher pflegerischer Tätigkeiten
Lernziele im Orientierungseinsatz
Die Auszubildenden sollen:
- die Einrichtung und das Team kennenlernen (Räume, Abläufe, Ansprechpartner).
- die Organisation des Pflegealltags verstehen (Dienstpläne, Übergaben, Dokumentation).
- erste Grundpflegetätigkeiten beobachten und anleiten durchführen (z. B. Körperpflege, Mobilisation, Essen anreichen).
- Kommunikationsfähigkeit entwickeln im Umgang mit Bewohner:innen/Patient:innen und Angehörigen.
- Hygienemaßnahmen sicher anwenden (Händedesinfektion, Schutzkleidung).
- sich in der Rolle als Lernende/r reflektieren und eigene Erwartungen, Stärken und Unsicherheiten formulieren.
Typische Inhalte / Aufgaben
- Hospitation bei Übergaben und Visiten
- Beobachten und Durchführen von Grundpflege (unter Anleitung)
- Kennenlernen der Dokumentationssysteme
- Einführung in Lagerung, Mobilisation, Nahrungsaufnahme
- Teilnahme an Teamgesprächen, Besprechungen
- Einüben von Kommunikation und Kontaktaufnahme mit Patient:innen/Bewohner:innen
Didaktischer Rahmen für Praxisanleiter:innen
- Begleitgespräche führen: Erwartungen, Ängste, Motivation erfragen
- Schrittweise heranführen: vom Beobachten → Mitwirken → eigenständigen kleinen Aufgaben
- Regelmäßige Reflexionen: Was war neu? Was war schwierig? Was hat Sicherheit gegeben?
- Dokumentation: Reflexionsberichte oder kurze Lernjournale anregen
Förderbare Kompetenzen (nach §5 PflAPrV)
- Kompetenzschwerpunkt 1: Entwicklung professioneller Identität (1.1–1.4)
- Kompetenzschwerpunkt 2: Pflegeprozesse wahrnehmen und erste Schritte begleiten (2.1–2.3)
- Kompetenzschwerpunkt 3: Kommunikation und Beratung (3.1–3.3)
- Kompetenzschwerpunkt 4: Teamarbeit und Organisation kennenlernen (4.1–4.2)

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