Pflichteinsatz: Akutpflege

Pflichteinsatz: Akutpflege

Pflichteinsatz: Akutpflege

Rechtliche Grundlage

  • PflAPrV (2020, gültig bis 2025 in Anpassung)
  • § 7 Abs. 2 Nr. 1: Mindestens ein Einsatz im Bereich stationäre Akutpflege
  • Dauer: mindestens 400 Stunden

Einsatzorte

  • Allgemeinstationen in Krankenhäusern (Innere Medizin, Chirurgie, Orthopädie etc.)
  • Spezialisierte Fachbereiche (z. B. Gynäkologie, Pädiatrie, HNO, Urologie)
  • Notaufnahme, Intensivstation (anteilig möglich)

Zielsetzung des Einsatzes

Die Auszubildenden sollen:

  1. die Abläufe im Akutkrankenhaus kennenlernen.
  2. Pflegeprozesse bei akuten Erkrankungen und Operationen erleben.
  3. Vitalzeichenkontrollen, Beobachtung und Dokumentation sicher anwenden.
  4. Grund- und Behandlungspflege unter Anleitung durchführen.
  5. die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team (Ärzte, Physiotherapeuten, Pflegefachkräfte) kennenlernen.
  6. erste Erfahrungen mit Akutsituationen und Notfällen sammeln.

Typische Inhalte / Tätigkeiten

  • Aufnahme von Patient:innen (Anamnese, Orientierung, Basismaßnahmen)
  • Grundpflege (Körperpflege, Mobilisation, Ernährung, Ausscheidung)
  • Beobachtung und Kontrolle von Vitalparametern (Puls, RR, Temperatur, SpO₂)
  • Vorbereitung, Assistenz und Nachsorge bei ärztlichen Maßnahmen
  • Medikamentengabe unter Anleitung (p. o., s. c., i. v.)
  • Wundversorgung und Verbandswechsel
  • Vorbereitung von diagnostischen Maßnahmen (z. B. Blutentnahme, Röntgen)
  • Teilnahme an Visiten, Übergaben und interdisziplinären Gesprächen

Förderbare Kompetenzen (Beispiele nach § 5 PflAPrV)

  • 1.1 – 1.4: Entwicklung der professionellen Identität (Rolle, Verantwortung, Reflexion)
  • 2.1 – 2.4: Pflegebedarf erfassen, Pflege planen und evaluieren
  • 2.6 – 2.9: Pflegerische Maßnahmen in Akutsituationen durchführen
  • 3.1 – 3.4: Kommunikation mit Patient:innen, Angehörigen, Team
  • 4.1 – 4.3: Organisation von Pflege, Zusammenarbeit im Team
  • 5.1 – 5.6: Rechtliche und ethische Aspekte in der Akutpflege beachten

Didaktische Schwerpunkte für Praxisanleiter:innen

  • Einführungsgespräch: Erwartungen und Lernziele klären
  • Begleitung im Pflegeprozess: Azubis durch Aufnahme, Pflegeplanung, Durchführung und Evaluation führen
  • Reflexionsgespräche: nach Übergaben, Pflegesituationen, besonders nach Notfallsituationen
  • Anleitungssequenzen: z. B. Vitalzeichenkontrolle, Medikamentengabe, Wundversorgung, prä-/postoperative Pflege
  • Feedbackkultur fördern: positives Verhalten stärken, Fehler als Lernchancen nutzen


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