Pflichteinsatz: Stationäre Langzeitpflege
Rechtliche Grundlage
- § 7 Abs. 2 Nr. 2 PflAPrV
- Dauer: mindestens 400 Stunden
- Pflicht für alle Auszubildenden zur generalistischen Pflegefachkraft
Einsatzorte
- Stationäre Altenpflegeeinrichtungen
- Wohnbereiche für Menschen mit Demenz
- Einrichtungen der Eingliederungshilfe mit pflegerischem Schwerpunkt
Zielsetzung
Die Auszubildenden sollen …
- die Lebenswelt und Bedürfnisse pflegebedürftiger Menschen im Langzeitbereich kennenlernen.
- die Rolle der Bezugspflege und des Beziehungsaufbaus verstehen.
- Grund- und Behandlungspflege langfristig und kontinuierlich durchführen.
- Ressourcenorientierung im Pflegeprozess anwenden.
- die Bedeutung von Alltagsgestaltung, Milieugestaltung und Biografiearbeit erfassen.
- Angehörigenarbeit erleben und mitgestalten.
Typische Inhalte / Tätigkeiten
- Unterstützung bei Körperpflege, Ernährung, Mobilität, Ausscheidung
- Begleitung bei alltäglichen Aktivitäten (Essen, Freizeit, Spaziergänge)
- Beobachtung von Veränderungen (z. B. bei Demenz, chronischen Erkrankungen)
- Mitwirkung bei Wundversorgung, Medikamentengabe, Vitalzeichenkontrolle
- Anwenden von Expertenstandards (z. B. Dekubitus, Sturz, Schmerz, Ernährung)
- Kommunikation mit Bewohner:innen und Angehörigen
- Dokumentation des Pflegeprozesses
Förderbare Kompetenzen (nach § 5 PflAPrV)
- 1.1 – 1.4: Entwicklung professioneller Identität in der Langzeitpflege
- 2.1 – 2.5: Pflegebedarf erfassen und Ressourcen erkennen
- 2.7 – 2.9: Pflegemaßnahmen in stabilen und sich verändernden Situationen umsetzen
- 3.1 – 3.4: Beziehungsgestaltung, Kommunikation, Beratung
- 4.1 – 4.2: Zusammenarbeit mit Team, Angehörigen und Ehrenamtlichen
- 5.1 – 5.4: Ethische Aspekte, rechtliche Rahmenbedingungen, Qualitätssicherung
Didaktische Schwerpunkte für Praxisanleiter:innen
- Einführungsgespräch: Erwartungen, Biografiearbeit, Besonderheiten des Langzeitsettings besprechen
- Kontinuität der Pflege betonen: Bezugspflege, langfristige Beziehungsgestaltung
- Ressourcenorientierung üben: Fähigkeiten und Selbstständigkeit fördern
- Reflexion: Unterschied Akutpflege vs. Langzeitpflege verdeutlichen
- Anleitungssituationen: z. B. Körperpflege bei Menschen mit Demenz, Lagerung, Mobilisation, Angehörigengespräch

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