Vitalzeichenkontrolle

Vitalzeichen

Vitalzeicheninfo

Normwerte

Normwerte

Blutdruck, Puls, Atmung, Temperatur, Sauerstoffsättigung

Normwerte der Vitalzeichen

1. Körpertemperatur
  • Normal: 36,3 – 37,4 °C
  • Subfebril: 37,5 – 38,0 °C
  • Fieber: ab 38,1 °C
  • Hyperthermie: > 40 °C
  • Hypothermie: < 35 °C

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Blutdruck (RR)
  • Optimal: < 120 / < 80 mmHg
  • Normal: 120 – 129 / 80 – 84 mmHg
  • Hochnormal: 130 – 139 / 85 – 89 mmHg
  • Hypertonie: ≥ 140 / ≥ 90 mmHg
  • Hypotonie: syst. < 100 mmHg (Erwachsene)
Puls / Herzfrequenz – Erwachsene
Normwert
  • 60 – 80 Schläge pro Minute (in Ruhe)

Abweichungen

  • Tachykardie: > 100/min (z. B. Fieber, Anämie, Herzrhythmusstörungen, Schmerz, Stress)
  • Bradykardie: < 60/min (z. B. Sportler, Herzrhythmusstörungen, Medikamentenwirkung)
  • Arrhythmie: Unregelmäßiger Pulsrhythmus

Beobachtungskriterien

Beobachtungskriterien

  • Frequenz (wie viele Schläge/min)
  • Rhythmus (regelmäßig/unregelmäßig)
  • Qualität (kräftig, schwach, fadenförmig)
  • Seitenvergleich (z. B. Radialispuls rechts/links)

Pflegehandlungen

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Pflegehandlungen

  • Puls an geeigneter Stelle tasten (A. radialis, A. carotis, A. femoralis)
  • Bei Auffälligkeiten: Vitalzeichenkontrolle komplettieren
  • Dokumentation der Werte & Veränderungen
  • Arzt informieren bei pathologischen Abweichungen

💡 Merksatz:

„Erwachsener Ruhepuls –
normal sind 60 bis 80.“

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SauerstoffSättigung messen mit einem Oxymeter

Sauerstoffsättigung (SpO₂)
Definition
Die Sauerstoffsättigung beschreibt den prozentualen Anteil von O₂-beladenem Hämoglobin am Gesamthämoglobin im Blut.
Gemessen wird sie meist nicht-invasiv per Pulsoxymetrie.

Normwerte
Gesunde Erwachsene: 95 – 100 %
Grenzwertig: 90 – 94 % → leichte Hypoxämie möglich
Kritisch: < 90 % → akute Gefahr, sofortige Maßnahmen

Faktoren, die den Wert beeinflussen
Perfusionsstörungen (z. B. Schock, Kälte, Vasokonstriktion)
Nagellack, künstliche Nägel, Bewegungsartefakte
Anämie → trotz normaler SpO₂ evtl. O₂-Mangel im Gewebe
Kohlenmonoxidvergiftung → falsche hohe Werte

Pulsoxymeter kann aus verschiedenen Gründen nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Die häufigsten Ursachen sind:

1. Technische oder äußere Faktoren

  • Batterie schwach oder leer → Gerät schaltet sich nicht ein oder misst unzuverlässig.
  • Defekt am Gerät oder Sensor → Anzeige bleibt leer oder Werte springen.
  • Falsche Platzierung → z. B. nicht richtig auf Finger, Ohrläppchen oder Zeh gesetzt.
  • Störende Umgebungsbedingungen → starke Sonneneinstrahlung, Bewegung, Vibration.

2. Patient:innenbezogene Faktoren

  • Kalte, schlecht durchblutete Extremitäten → z. B. bei Schock, Hypothermie, Raynaud-Syndrom.
  • Nagellack oder künstliche Fingernägel → blockieren den Lichtstrahl.
  • Bewegungen → z. B. Zittern, unruhige Patient:innen.
  • Anämie, Kohlenmonoxid-Vergiftung, Methämoglobinämie → verfälschen die Messergebnisse oder machen sie unbrauchbar.


💡 Merksatz:
„Sauerstoffsättigung zwischen 90 und 88 % wird kritisch – Sauerstoffsättigung umgehend an den Pflegekraft weitergeben“

Pflegehandlungen
Lagerung: Oberkörperhochlagerung, atemerleichternde Positionen
Kontrolle: Regelmäßige SpO₂-Messung, Vitalzeichenbeobachtung
O₂-Gabe: Nach ärztlicher Anordnung (z. B. Nasensonde, Maske)
Dokumentation: Wert, Maßnahmen, Reaktion des Patienten festhalten

Ernährung anreichen

Patient mit Schluckbeschwerden Essen anreichen

Anleitung Verbandswechsel

aseptischer und septischer Verbansdwechsel

Anleitunssituation

Praxisanleitung Besprechung der Vitalzeichen.


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