Kompetenzbereiche nach § 5 PflAPrV


KB I: Pflegeprozess

Pflegekonzept
  • Patient:innenbeobachtung und Risikoerhebung
  • Körper- und Hautpflege (Ganzkörperwaschung, Teilwäsche, Mundpflege usw.)
  • Mobilisation, Transfer, Bewegungsübungen
  • Positionswechsel und Prophylaxen (z. B. Sturz-, Dekubitus-, Thromboseprophylaxe)
  • Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme (Anreichen, Schluckstörungen, Bilanzierung)
  • Ausscheidung unterstützen (Toilettengang, Katheterpflege)
  • Dokumentation und Dokumentationssysteme
  • Hilfsmittel (Mobilisation, Nahrungsaufnahme usw.)
  • Erste Hilfe / Notfallsituationen
  • Vitalwerte und Laborwerte
  • Entlassungs- und Überleitungsmanagement
  • Schmerzmanagement
  • Biografiearbeit
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Persönliche Gesundheit und Achtsamkeit
  • Dienstethik, Arbeitszeit, Palliativpflege

KB II: Kommunikation

  • Kontaktaufnahme (Bedürfnisse und Wünsche erfragen)
  • Informelle und formelle Gespräche (z. B. Aufnahme- und Entlassungsgespräche)
  • Beziehungsaufbau und Beziehungsgestaltung
  • Beratung (z. B. Prophylaxen, soziale Themen)
  • Information (z. B. sozialrechtliche Aspekte)
  • Schulung (z. B. Mikroschulungen für Angehörige)
  • Nonverbale Kommunikation (Körpersprache, Mimik, Gestik)
  • Reflexion von Kommunikationssituationen (Selbst- und Fremdwahrnehmung)
  • Anleitung von Patient:innen und Angehörigen
  • Nähe und Distanz wahren
  • Wahrnehmung und Reflexion von Gefühlen (eigene und fremde Emotionen)
  • Kollegiale Beratung
  • Konflikte und Dilemmata erkennen und bearbeiten
  • Werteorientierung im pflegerischen Handeln
  • Anatomie von Schutz und Sicherheit
  • Ethik

KB III: Zusammenarbeit

  • Einsatzbereiche erkunden
  • Arbeitsabläufe nachvollziehen
  • Hygiene- und Isolationsmaßnahmen
  • Teamintegration und Teamentwicklung
  • Abstimmung mit anderen Berufsgruppen (z. B. Ärzt:innen)
  • Einarbeitung von Auszubildenden und Praktikant:innen
  • Teilnahme an Fallbesprechungen
  • Übergaben gestalten
  • Innovationsimpulse einbringen (z. B. Dienstplanung, Hygiene)
  • Umsetzung ärztlicher Anordnungen (z. B. Medikamente, Infusionen, PEG, Injektionen)
  • Teilnahme an Visiten
  • Aufgaben delegieren und koordinieren
  • Termine organisieren und koordinieren
  • Casemanagement

KB IV: Recht & Qualität

  • Orientierung an Leitlinien, Hausstandards und Expertenstandards
  • Unterstützung von QM-Maßnahmen (z. B. Überarbeitung interner Standards, Einführung von Pflegevisiten)
  • Reflexion von Macht und Machtmissbrauch
  • Ergebnisse von Prozessen und Pflege dokumentieren
  • Rechtliche Fragen klären (z. B. Haftung, arbeitsrechtliche Aspekte)
  • Ökologische Fragen klären (z. B. Entsorgung, Energiesparmaßnahmen)

KB V: Wissenschaft & Berufsethos

  • Recherche und Umsetzung wissenschaftlich fundierten Wissens
  • Lebenslanges Lernen und Wissen aktualisieren
  • Gesundheitsförderung / Selbstfürsorge (z. B. rückenschonendes Arbeiten)
  • Stressmanagement
  • Zeitmanagement
  • Konfliktmanagement
  • Kollegiale Beratung
  • Reflexion des eigenen Handelns im Hinblick auf evidenzbasierte Pflege
  • Reflexion des Lernprozesses
  • Reflexion von Über- und Unterforderung
  • Reflexion von Arbeitsprozessen und Lösungsmöglichkeiten
  • Reflexion belastender Situationen
  • Reflexion von Konflikten und Dilemmata
  • Bewertung von berufspolitischen Entwicklungen und Entscheidungen


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