Struktur der Pflegeausbildung (generalistisch)
1. Dauer und Aufbau
- 3 Jahre Vollzeit (oder 5 Jahre Teilzeit)
- 2 Lernorte: Pflegeschule (Theorie) und Praxiseinsätze (Praxis)
- 3 Lernort: Der Dritte Lernort, das Skills-Lab (Simulationslabor)
- Theorie: mind. 2.100 Stunden
- Praxis: mind. 2.500 Stunden
2. Theoretische Ausbildung
- Unterricht an der Pflegeschule
- Lernfelder statt klassischer Fächer (z. B. Pflegeprozesse, Kommunikation, Recht, Krankheitslehre, Ethik)
- Verzahnung mit Praxis durch Fallbeispiele, Projektarbeit, Simulationstraining
3. Praktische Ausbildung
- Pflichteinsätze (§ 7 PflAPrV):
- Stationäre Akutpflege (Krankenhaus) – mind. 400 Std.
- Stationäre Langzeitpflege (Altenpflege) – mind. 400 Std.
- Ambulante Pflege – mind. 400 Std.
- Weitere Einsätze:
- Pädiatrie – mind. 120 Std.
- Psychiatrie – mind. 120 Std.
- Vertiefungseinsatz – mind. 500 Std. (in dem Bereich, wo später gearbeitet werden soll)
- Orientierungseinsatz: zu Beginn (meist 400 Std.), um Berufsfeld und Einrichtung kennenzulernen
- Einsätze in speziellen Versorgungsbereichen (z. B. Onkologie, Intensivstation, Geriatrie) möglich
4. Prüfungen
- Praktische Prüfung: eigenständige Pflegeplanung + Durchführung + Reflexion
- Schriftliche Prüfung: Fallbezogene Aufgaben, Wissensüberprüfung
- Mündliche Prüfung: Fachgespräch (oft an Fallbeispielen orientiert)
5. Abschluss und Perspektive
- Berufsabschluss: Pflegefachfrau / Pflegefachmann
- EU-weit anerkannt
- Möglichkeit zur Vertiefung/Qualifizierung (z. B. Pädiatrie, Psychiatrie)
- Nach Weiterbildung: Spezialisierungen (z. B. Intensivpflege, Praxisanleitung, Palliative Care) oder Studium (Pflegepädagogik, Pflegewissenschaft, Management)
📌 Merke:
Die generalistische Ausbildung soll Pflegekräfte breit qualifizieren, sodass sie in allen Bereichen (Akutpflege, Langzeitpflege, ambulant) arbeiten können.

Schreibe einen Kommentar